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Restaurant LETL am See bei Karlsruhe

  Restaurant LETL am See bei Karlsruhe Ein Zufallsbesuch, eine Empfehlung eines alten Freundes – und ein Nachmittag, der zeigt, wie unkompliziert gute Küche sein kann. Ein guter Freund hatte mir das LETL schon länger empfohlen. Nicht offensiv, eher beiläufig – aber mit Nachdruck. Gestern stand ich dann zufällig davor aber ohne Reservierung.  Ankommen ohne Reservierung Das Restaurant war gut gefüllt aber nicht ganz ausgebucht. Statt eines schnellen „leider voll“ kam ein ehrliches Angebot: Wenn wir Zeit hätten, würde man versuchen, etwas möglich zu machen. Das ist oft der erste echte Test. Und hier wurde er bestanden. Wir bekamen einen Platz auf der Terrasse mit Blick auf den Rhein. Später, als die Sonne unangenehm wurde, bot der Service von sich aus einen schattigen Tisch an. Das fanden wir sehr aufmerksam. Der Koch: Erfahrung ohne Attitüde Hinter dem LETL steht Kevin Wilde, mit Stationen in der gehobenen Gastronomie, unter anderem im Zwei-Sterne-Restaurant Fischers Fritz in Be...

Auf der Suche nach einem perfektem Oktopussalat.

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Ich habe Oktopussalat relativ spät für mich entdeckt. Zum ersten Mal probierte ich ihn bei einem privaten Besuch auf Sizilien – fernab von touristischen Restaurants und perfekt inszenierten Menüs. Es war einer dieser besonderen Momente, in denen man erkennt, dass gutes Essen dort entsteht, wo Tradition, Frische und Leidenschaft aufeinandertreffen. Der Oktopussalat war schlicht, aber voller Geschmack: zarter Oktopus, hochwertiges Olivenöl, frische Petersilie, ein Hauch Zitrone und die perfekte Balance aus Säure und feinen Meeresaromen. Genau diese Einfachheit macht einen authentischen mediterranen Oktopussalat so besonders. Seit diesem Abend habe ich viele Varianten probiert – in Italien, Deutschland und auch in portugiesischen Restaurants. Manche waren hervorragend, andere eher enttäuschend. Oft war der Oktopus zu weich gekocht, zu intensiv mariniert oder mit zu vielen Zutaten überladen. Für mich macht genau diese Zurückhaltung den perfekten Oktopussalat aus: frische Zutaten, hohe Qual...

Blüten auf dem Teller – ein Trend oder jahrhundertealte Tradition?

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"Jonjoli", eingelegte Knospen der  Gemeinen Pimpernuss In den letzten Jahren ist es ja ein richtiger Trend geworden, Gerichte mit essbaren Blüten zu dekorieren. Viele Speisen wirken dadurch nicht nur optisch hochwertiger, sondern bekommen auch eine ganz besondere Note. Gestern waren wir erneut in einem georgischen Restaurant – und diesmal haben wir etwas ganz Besonderes probiert: Jonjoli, die eingelegten Knospen der Gemeinen Pimpernuss. Mein Besuch hatte so etwas noch nie gegessen, und weil ich wusste, dass dieses Gericht direkt aus Georgien stammt und direkt aus dem Land importiert wird, war es mir wichtig, dass meine Freunde es unbedingt probieren. Eingelegtes Gemüse verbinde ich persönlich eher mit der Winterzeit. Man kennt es als Beilage zu deftigen Gerichten, Suppen oder Fleisch. Aber eingelegte Blüten bzw. Knospen? Das war nochmal eine ganz neue Erfahrung für meine Freunde – geschmacklich leicht säuerlich, frisch und gleichzeitig überraschend aromatisch. Ich muss...

Frühlings-Fladenbrot mit Kräutern & Spinat

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Ein einfaches Fladenbrot mit Kräutern und Spinat aus Kefir-Teig. Frühlingsrezept nach Gefühl, ohne Hefe, in der Pfanne gebacken & mit Butter verfeinert. Der Frühling ist für mich die schönste Zeit zum Kochen. Alles wird grün, frisch und voller Geschmack – genau wie Kräuter es sein sollen. Dieses Fladenbrot mit Kräutern und Spinat entsteht bei mir nicht nach Rezeptbuch, sondern immer nach Gefühl. Ich starte meistens mit dem Spinat: kurz abkochen, gut ausdrücken und mit Zwiebeln anbraten. Dann lasse ich ihn abkühlen, bevor er später mit Frischkäse, etwas körnigem Quark, Ei und vielen frischen Kräutern vermischt wird – Petersilie, Koriander und Lauchzwiebeln dürfen dabei nie fehlen. Während die Füllung ruht, kümmere ich mich um den Teig. Kefir, Salz, Mehl und ein bisschen Speisestärke – mehr braucht es nicht. Der Kefir darf nicht kalt sein, das ist wichtig. Danach kommt der Teig in den Kühlschrank und darf dort einfach seine Ruhe haben. Danach wird alles zusammengebaut: Teig ausrollen...

Disfrutar Barcelona: Das beste Restaurant der Welt?

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  Ist es den Hype wert? Das erste, was auf dem Tisch steht, sieht aus wie eine Olive. Du nimmst sie, sie platzt im Mund – flüssig, salzig, kühl. Genau hier beginnt unser Abend im Disfrutar. Und genau hier stellt sich die Frage: Ist das wirklich das beste Restaurant der Welt? Ich bin Felix. Mit mir unterwegs: Mario, Patrick und Mariana. Ein Jahr Planung für einen Abend. Am 28.10.2025 sitzen wir tatsächlich hier in Barcelona – bereit für 28 Gänge. Disfrutar Barcelona: Was dich hier erwartet Drei Michelin-Sterne, ein Menü ohne klassische Karte und eine Küche, die stark von der spanischen Avantgarde geprägt ist. Der Eingang ist sehr unscheinbar. Hier geht es nicht um klassische Fine-Dining-Logik. Sondern um Texturen, Effekte und Ideen. Dinge sehen aus wie etwas – und sind etwas anderes. Mal spielerisch, mal ernst. Der Service? Präzise, ruhig, ohne große Show. Der Abend hat Tempo, aber keine Hektik. Disfrutar Barcelona Menü: 28 Gänge in Kurzform Die ersten Snacks setzen direkt ...

Zarter Fisch in Tomaten-Butter-Soße (perfekt für magere Fischsorten)

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Wenn du ein einfaches Fischrezept, ein gesundes Gericht mit Fisch oder ein traditionelles Familienrezept suchst, bist du hier genau richtig.  Ich liebe Fischgerichte in jeder Form, aber dieses einfache Rezept hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Es stammt von meiner Oma und überzeugt bis heute mit wenigen Zutaten, viel Geschmack und einer unkomplizierten Zubereitung. Besonders gut eignet sich dieses Gericht für magere Fischsorten wie Kabeljau, Zander, Seelachs oder Scholle. Zutaten für das Fischgericht: 500–800 g Fisch (z. B. Kabeljau, Zander, Seelachs oder Scholle) Reife frische Tomaten oder Dosentomaten 1 Zwiebel Sellerie (optional) Frische Petersilie 2–3 Lorbeerblätter Pfefferkörner Salz 1 Prise Zucker Zitrone (optional) Viel Butter Etwas Wasser (optional) Zubereitung – so gelingt das einfache Fischrezept: Zuerst bereitest du den Fisch vor und legst ihn in einen Topf. Schneide die Tomaten und die Zwiebel in Scheiben. Lege einen Teil davon al...

Soufflé Pancakes: Mein Erlebnis mit dem Trend aus Japan

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                                                                                       Soufflé Pancakes – der Food-Trend aus Japan, der mich in Ludwigsburg überrascht hat. Bei meinem Besuch in Ludwigsburg habe ich ganz zufällig ein kleines, charmantes Café entdeckt, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ich war eigentlich gar nicht auf der Suche nach etwas Besonderem – aber genau das habe ich dort gefunden. Ich muss gestehen: Ich habe Soufflé Pancakes an diesem Tag zum ersten Mal probiert. Schon als ich den Teller gesehen habe, war ich neugierig. Diese dicken, unglaublich fluffigen Pancakes sahen fast zu schön aus, um sie zu essen. Und dann der erste Bissen – einfach wow. So luftig, so leicht, fast wie eine süße Wolke. Ich hätte nicht gedacht, dass Pancakes so eine ...